„Vain“ von Amelie Fisher

VainZu glatt…

„No one can know sincere happiness, Sophie, without first having known sorrow. One can never appreciate the enormity and rareness of such a fiery bliss without seeing misery, however unfair that may be.“
(Kindle Edition, Pos. 4670-4671)

Inhalt:

Sophie Price führt kein gewöhnliches Leben: Sie hat reiche Eltern, ist Drogen- und Sex-süchtig, hat ein umwerfendes Äußeres (und weiß das auch), benutzt ihre Freunde wie es ihr gefällt. Doch dann wird sie ein zweites Mal mit  Drogen erwischt und muß sich den Konsequenzen stellen…

Buchtrailer:

Meine Meinung:

Amerika ist begeistert von diesem Buch! Ich war auch hin und weg von der Kurzbeschreibung und auch die Leseprobe fing vielsprechend an. Doch das Buch selbst konnte mich leider so gar nicht begeistern.

Ich mochte den Anfang, weil Sophie mal nicht so ein typisches Mädchen wie man sie in Romanen an jeder Ecke findet. Und ihre Geschichte fängt wirklich anders an. Auch die Wendung / die Konsequenzen, die sie tragen muß, war für mich nicht vorhersehbar und ich war auf eine spannende Weiterentwicklung der Geschichte gespannt (denn die Idee war wirklich nicht schlecht!!).

Doch hier beginnt meine Kritik. Die verwöhnte Sophie kommt in ein Umfeld in dem es z.B. kein warmes Wasser, etc. gibt – und sie findest sich sofort mit ALLEM zurecht. Egal welche Hürde auf sie wartet: Sie meistert sie mit Bravour, jammert nicht, meckert nicht und legt einfach eine 180-Grad-Wandlung zum Supermädchen hin. Wie langweilig ist denn das bitte? Wo sind die Ecken und Kanten? Wo die Glaubwürdigkeit? Und wo ist die Bitch Sophie? Man hat das Gefühl als würde man plötzlich ein ganz anderes Buch mit einer anderen Protagonistin lesen :(

Zu allem übel trifft sie in ihrer neuen Situation dann auch noch ihren Traummann und eine seichte und für mich langweilige Liebesgeschichte begann. Sie findet ihn gleichzeitig anziehend und abstossend – dies könnte ja prickelnd und spannend sein. War es aber leider nicht, da die Anhimmelungen dieses perfekten Traummann einfach überhand nehmen und es letzten Endes klar ist worauf es hinaus läuft. Für mich bestand einfach kein Reiz in dieser Beziehung und berührend war es auch nicht.

Immerhin ist das Buch insich geschlossen. Es bleibt zwar offen was mit einigen Personen geschieht – vielleicht will die Autorin Amelie Fisher hier ein Spin-Off kreiieren? Oder es bleibt der Phantasie des Lesers überlassen… Ich war jedenfalls froh als ich am Endes des Buches angelangt war und hätte auch kein Interesse an einem Spin-Off oder einer Fortsetzung.

FAZIT
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Viel zu glatt und langweilig. Ich frage mich wirklich was die ganzen 5-Sterne-Rezensionen (z.b. auf amazon.com oder Goodreads) an diesem Buch finden. Vain lässt sich lesen, keine Frage - aber gelesen haben, muß man es meiner Meinung nach nicht.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Vain”
Autorin: Amelie Fisher
Verlag: Fisher Amelie
ASIN: B00ATRCQV0 (Kindle-Edition)

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Oh ha, jmd. der mit einer neuen Situation auf anhieb klar kommt, kann ich mir nicht vorstellen.
    Es gibt immer Hürden und auch Steine, die bewältigt werden wollen und das schafft man nicht auf anhieb.
    Wenn ich mir deine Rezi dazu lese, klingt es wirklich so, als ob die Protagonistin keine Hindernisse hätte und irgendwie alles auf „Friede-Freude-Eierkuchen“ hinaus läuft.

    Ich weiß, man sollte Geschichten nie mit dem realen Leben vergleichen, aber ich finde, man sollte es schon etwas realitäts Nah schreiben, um somit die Glaubwürdigkeit des Charakters aufrecht zu erhalten.

    Ich weiß also jetzt schon mal, was ich zukünftig nicht lesen werde. ;o)

    Antworten

    • Vor allem ist es eine so krasse neue Situation – ich wollte auf diese aus spoilertechnischen Gründen nicht näher eingehen (auch wenn einige amerikanischen Rezensionen das machen – ich finde es ganz schön, den Werdegang selbst zu entdecken). Auf jedenfall ist das wirklich ein richtig krasser Wandel und die kann alles…

      Ich denke auch, dass der Autor natürlich gewisse Freiheiten hat und nicht alles reell sein muß – aber dieser Geschichte etwas mehr Realitätsnähe doch gut getan.

      Du verpasst nichts, wenn Du dieses Buch nicht liest – da gibt es doch wesentlich besseres auf dem Markt! (auch wenn die Amerikaner offensichtlich anderer Meinung sind)

      Antworten

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