„The Longest Holiday“ von Paige Toon

The Longest HolidayDie Moral von der Geschicht’…

„Whatever you do, you have my support,“ she says fervently. „But I wouldn’t go back to that bastard if he was the last man on earth.“
(Kindle Pos. 1386-1387)

Inhalt:

Als Laura erfährt, dass ihr Mann Matthew, mit dem sie seit 7 Monaten verheiratet ist, auf seinem Junggesellenabschied einen One-Night-Stand hatte und nun ein Baby als Ergebnis des One-Night-Stands unterwegs ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Sie flüchtet deshalb mit ihren Freundinnen Marty und Bridget nach Key West – in der Hoffnung im Urlaub und mit etwas Distanz einen klaren Kopf zu bekommen, um mit der Situation besser umgehen zu können. Doch statt Klarheit erwartet sie im Urlaub Ablenkung in Form des verdammt gutaussehenden Tauchers Leo…

Die Buch-Abrechnung:

+ Besser als „One Perfect Summer“: Von Paige Toons letztem Buch „One Perfect Summer“ war ich ja wirklich entsetzt. Das neue Buch „The Longest Holiday“ ist definitiv eine Verbesserung. Auch wenn es für mich dennoch nicht an ihre „großen“ Werke wie „Lucy In The Sky“, „Pictures Of Lily“ und „Chasing Daisy“ ranreicht.

+ Spannender Konflikt: Matthew oder Leo? Während der Anfang einen erstmal auf den nahenden Konflikt vorbereitet, muß ich zugeben, dass ich irgendwann in der Story gefangen war und immer weiterlesen wollte, weil ich doch wissen wollte wer von den beiden am Ende das Rennen um Laura macht.

+ Die Anspielungen auf ihre anderen Romane: Ich finde es immer sehr süß wie Paige Toon die Charaktere aus ihren verschiedenen Büchern mit in die Story einfliessen lässt. Man muß die anderen Bücher zwar nicht kennen, aber wenn man sie kennt, ist es definitiv nett! Dieses Mal ist es Laura, die die Ex-Freundin von Will aus „Chasing Daisy“ ist. Außerdem kommt noch am Rande jmd. aus „One Perfect Summer“ in der Geschichte vor.

– Die Moral von der Geschicht': Die Protagonistin Laura ist zwar irgendwie sympathisch (und auf jedenfall um Längen sympathischer als Alice aus „One Perfect Summer“), aber ich hatte so meine Probleme mit ihren Entscheidungen. Ich fand es moralisch ziemlich bedenklich wie wenig ihr ihr Ehegelübde mit Matthew wert ist. Ob ein One-Night-Stand verzeihlich ist oder nicht, will ich hier gar nicht diskutieren. Aber wenn sie etwas Neues sucht, dann sollte sie doch erstmal ihre Beziehung mit Matthew beenden statt sich Hals über Kopf in was anderes zu stürzen. Aber stattdessen weiß sie nicht was sie will und fängt mit vollem Bewußtsein (während Matthew wenigstens total betrunken war und es nur ein einziges Mal gemacht hat) eine Affäre mit Leo an – während sie sich nicht sicher ist, ob sie ihre Beziehung mit Matthew noch retten kann oder will. Meins war das einfach nicht.

– Das Ende: Ab einem gewissen Punkt weiß man worauf es hinauslaufen wird. Doch am Ende zieht Paige Toon einen völlig überzogenen und unnötigen Drama-Faktor, der das Ende einfach noch die Länge zieht. Das wäre meiner Meinung nach nicht notwendig gewesen, da eh klar war was Sache ist.

– Das gewisse Etwas fehlt: Während ich bei anderen Paige Toon Büchern mitleiden konnte, ließ mich ihr neuester Roman recht kalt. Ich habe zwar geschrieben, dass der Konflikt spannend war und ich neugierig war, wer am Ende Lauras Herz gewinnt – ABER: Es gab keine Momente in denen man mitlachen oder mitweinen konnte. Es war bei weitem nicht emotional genug. Und genau das ist doch Paige Toons Stärke. Das Buch war interessant – aber es konnte mich nicht berühren.

FAZIT
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Alles in allem war es ein nettes Buch. Aber eben auch nicht mehr. Paige Toon hat in einigen ihrer früheren Werken die Meßlatte sehr hoch gelegt - und erreicht diese (für mich) in ihren aktuellen Werken nicht, leider! Viele scheinen dieses Buch zu lieben, also kann ich trotz meiner durchschnittlichen Bewertung dazu raten, es einfach mal zu versuchen. Bei mir ist der Funke eben nicht übergesprungen. Eine wirkliche Empfehlung kann ich bei Paige Toon nur für die bereits oben aufgeführten Bücher (Lucy In The Sky, Pictures Of Lily und Chasing Daisy) aussprechen.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “The Longest Holiday”
Autorin: Paige Toon
Verlag: Simon & Schuster UK
ISBN: 978-1471113390
398 Seiten

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Grüß Dich, Monika.
    Wenn die Figuren einer Story plötzlich Ereignisse/Personen erwähnen, die man/frau bereits aus früheren Geschichten kennt, dann ist der angenehme Effekt sicher. Besser noch, wenn besagte Personen ein Cameo haben. „Schmuddelfilmer“ Kevin Smith arbeitet absolut gern damit, in seinen Jersey-Stories.

    Matthews Verantwortungslosigkeit ist auch kein schlechter Hammer; nicht nur, daß er sich die Birne hochprozentig einlegt. Er hat auch noch ungeschützten Verkehr. Nicht wirklich reif zu nennendes Verhalten, denke ich.
    Auf Lauras Seite – sie hat nun nichts besseres zu tun, als ein Rache-Verhältnis ins Auge zu faßen!?

    Ich würde einmal darauf tippen, daß beide Charaktere nicht reif genug für eine Ehe sind.

    bonté

    Antworten

    • Jap, der Wiedererkennungseffekt ist wirklich immer nett – so nach dem Motto „Hey, dich kenn ich doch…“ ;)

      Und jap, ich mußte auch schwer die Stirn runzeln wie verantwortungslos beide sind. Und auch sehr lustig, dass die Gute dann nach dem einmaligen Treffer auch direkt schwanger ist. Tja, das sind mal Stories ;)

      Aber was ich v.a. nicht verstehe ist wieso so viele dieses Buch lieben. Die Rezensionen sind ja quasi durchweg positiv. Ich hatte definitiv meine Probleme, weil ich diese „Verhaltensmuster“ von Matthew und Laura nicht verstehen konnte!

      LG
      Monika

      Antworten

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