„Teufelsherz“ von Sabrina Qunaj

TeufelsherzNicht meins :(

„Gott ist in einer Besprechung.“ (S. 7)

Inhalt:

Damian ist der Sohn Luzifers – und Gott ist sein Onkel. Als er sich bei diesem als Schutzengel bewirbt, muß er sich erstmal beweisen und bekommt die 17jährige Emily anvertraut. Diese ist seit dem Tod ihrer besten Freundin Amanda sehr verändert. Und sie macht ihrem neuen Schutzengel die Aufgabe – sie zu beschützen – nicht gerade einfach. Als es Damian zu viel wird, holt er Emily während ihren Träumen zu sich in seine Dimension. Dort lernen sie sich kennen und entwickeln Gefühle füreinander – doch Damian verfolgt noch mehr Ziele als seine Schutzengel-Aufgabe. In der realen Welt hingegen scheint es so als ob Will, Amandas Zwillingsbruder, immer mehr Gefühle Emily entwickelt…

Meine Meinung:

Der Anfang dieses Buches hat mir wahnsinnig gut gefallen. Es ist spritzig-frech wie Damian im Himmel ankommt, Gott gerade in einer Besprechung ist (herrlich!) und er sich als Schutzengel bewirbt. Wäre es so weiter gegangen, wäre ich garantiert vom Konzept begeistert gewesen.

Doch leider hat mich die weitere Entwicklung nicht überzeugen können. Mit dieser Meinung stehe ich wohl – wenn ich mir die anderen Rezensionen zu diesem Buch anschaue – alleine da. Ich wurde nicht mit der Protagonistin Emily warm, konnte ihre Gefühlswelt nicht nachempfinden. Besonders ihre Gefühle für Damian oder auch der Charakter Damian ansich konnte mich einfach nicht überzeugen. Wohingegen mir der arme Will sehr leid tat und ich mir eher gewünscht hätte, dass Emily sich doch zu ihm hingezogen fühlen sollte – denn er war, obwohl er extrem glatt dargestellt wurde, der Einzige, den ich irgendwie sympathisch fand.

Insgesamt empfand ich Charaktere und auch den Storyverlauf als etwas lasch. Ich hab mich nicht richtig gebannt gefühlt und hatte keine allzu große Lust weiterzulesen und zu erfahren wie es weitergeht.

Auch mit dem Schreibstil hatte ich meine Probleme. Ich kann es nicht beschreiben. Ich will damit nicht sagen, dass Frau Qunaj nicht schreiben kann – handwerklich gesehen ist vermutlich gegen das Buch nichts einzuwenden. Es war eher für mich eher so ein Gefühl, dass mir der Schreibstil nicht passt. Auch die Ausdrucksweise … Emily bezeichnet sich z.B. oft selbst als „dumme Gans“. Ich denke einfach, ich würde so nicht reden – und empfand sie dadurch als unsympathisch.

So richtig objektiv kann ich also gar nichts gegen das Buch sagen. Weshalb ich auch nicht sagen will, dass es grundsätzlich schlecht ist. Da es bisher so ziemlich alle (ok – alle außer mir) lieben, rate ich einfach bei Interesse an der Kurzbeschreibung das Buch selbst zu lesen. Ich denke es war einfach ein persönliches Ding, dass mir das Buch nicht lag.

Den Folgeband, der bereits von der Autorin geplant und auf ihrer Homepage angekündigt ist, werde ich nicht lesen, da mich das Buch einfach nicht überzeugen konnte.

FAZIT
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Teufelsherz war einfach nicht meins. Eine innovative Idee steckt zwar dahinter - aber die Umsetzung konnte mich nicht für sich gewinnen. Bücher sind nun mal Geschmacksache - und dieses hat nicht meinen Nerv getroffen. Deshalb nur 2 Sterne von mir.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Teufelsherz”
Autorin: Sabrina Qunaj
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
ISBN: 978-3843210430
352 Seiten

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallooo meine Liebe :)
    Auch wenn es sehr schwer zu beschreiben, bzw. zu greifen ist – ich weiß genau was du meinst! :D Dieses Gefühl hatte ich bei Noir, es war einfach sowas persönliches…Ich finde aber, du hast das doch sehr schön in deiner Rezension beschrieben. Von dem Buch, muss ich ehrlich sagen, habe ich bisher noch nicht so viel gehört und es hat mich auch nicht sonderlich gereizt. Das hat sich jetzt nach deiner Rezi auch nicht verändert, ist einfach nichts für mich, denke ich :)

    GlG<3

    P.s. Ich bewundere dich für deine Konsequenz in Bezug auf maßloses Büchershopping :D

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    • Hallo Süße :)

      Oh ja, so eine Rezension ist unglaublich schwer zu schreiben, wenn man nichts wirklich greifbares zu bemängeln hat … aber schön zu wissen, dass Du auch dieses Gefühl kennst und nachvollziehen kannst. Da kommt man sich manchmal ganz schön komisch vor :)

      Wenn Dich der Inhalt nicht wirklich reizt, ist es wohl auch kein Buch, da Du lesen mußt. Da gibt es dann doch noch einige andere, die wichtiger sind (was mich wieder an den aktuellen Rachel-Morgan-Band erinnert – argh!).

      Ich bin auch froh, dass ich beim Büchershopping mittlerweile die Kurve gekriegt habe. Anfangs dachte ich noch ich brauche doch den SuB, um eine gewisse Auswahl an Büchern zu Hause zu haben. Aber als er dann weg war, war das Gefühl eher befreiend :) Und wenn ich sofort ein Buch lesen will, hab ich ja noch meinen Kindle. Ansonsten sind Amazon und Buchhandlung auch schnell erreichbar … so dass mir der Lesestoff auch nicht ausgeht ;)

      GLG <3

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  2. Hach, es tut gut zu lesen, dass ich mit meinem Leseeindruck zu der Autorin nicht alleine bin. Ich hab zwar „Elfenmagie“ gelesen und nicht ihr neustes „Teufelsherz“, doch ging es mir sehr ähnlich. So gut wie jeder scheint ihre Bücher zu lieben, nur bei mir wollte es nicht „Klick“ machen. Deine Kritikpunkte kann ich gut verstehen, es ist einfach schade, wenn man zu Beginn richtig überzeugt ist und sich dann die Begeisterung buchstäblich in Luft auflöst (so war es bei mir mit „Elfenmagie“.

    Ich denke dann kann ich dieses Buch getrost lassen ;)

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    • Oh, das klingt definitiv SEHR beruhigend. Denn irgendwie habe ich in der letzten Zeit nur positives zu Büchern der Autorin gelesen und dachte mir nach dieser Lektüre „Wie kann ich die Einzige sein, die das nicht mag?!“. „Elfenmagie“ habe ich zwar nicht gelesen – aber mir geht es da wie Dir bei „Teufelsherz“ … das lasse ich besser sein ;)

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  3. Endlich! Ich habe „Teufelsherz“ kurz nach erscheinen des Buches begonnen und etwa nach der Hälfte kapituliert. Den Einstieg mit Gott und Damian fand ich auch noch ganz unterhaltsam, aber sobald er seinen Job als Schutzengel begann, verlor ich allmählich das Interesse. Ich konnte mich nämlich auch nicht wirklich in die Story/Charaktere einfühlen und fand alleine schon die Szene am Schwimmbecken so typisch und unoriginell, dass ich schon leicht genervt war. Irgendwie hatte ich auch das Gefühl vieles schon in ähnlicher Form zu kennen. Irgendwann habe ich es dann einfach gelassen und bereue es bis heute nicht. Du bist also nicht ganz alleine, obwohl ich natürlich nur bis circa zur Hälfte mitreden kann. :)

    Liebe Grüße
    Reni

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    • Liebe Reni,

      ich bin schwer beruhigt, dass es Dir mit diesem Buch auch so ging. Ich hatte die ganze Zeit die Hoffnung, dass es noch iwie die Kurve kriegt – schließlich hatte ich vor dem Lesen ausschließlich Positives zu „Teufelsherz“ gelesen. Und als ich das Buch beendet hatte, dachte ich schon „Hab ich das selbe gelesen wie die anderen?“. Hach, schön, dass es Dich auch nicht begeistern konnte ;)

      LG
      Monika

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  4. Hi Moni,

    ich gehöre ja der Gegenfraktion an, aber ich muss sagen, dass ich deine Rezi total klasse finde! Ich finde es mittlerweile fast schon selten, dass die Rezensenten bei schlechten Rezis nicht ausfallend oder beleidigend werden (ich selbst weiß auch nicht genau, ob ich manchmal zu unsachlich geworden bin bei meinen frühreren Rezis, man lernt eben doch mit der Zeit). Bei mir hat das Buch zwar genau den richtigen Nerv getroffen gehabt (kennen wir ja alle, nehme ich an), aber ich verstehe deine Einstellung dennoch. :)

    GlG

    Clee

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    • Huhu Clee,

      danke für das liebe Kompliment – diese Rezension zu schreiben fiel mir wirklich schwer (und ich meine nicht das Aufraffen sie überhaupt zu schreiben *g*). Ich gebe ja auch zu, dass ich manchmal zu der nicht ganz so netten Fraktion gehöre *hust* Aber wenn ein Buch ansich wohl einfach nur nicht mein Geschmack war, insgesamt aber keine richtigen Kritikpunkte hat, dann versuche ich auch das so wiederzugeben :)

      GLG
      Moni

      Antworten

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