„Silber – Das erste Buch der Träume“ von Kerstin Gier

Silber: Das erste Buch der TräumeHin- und hergerissen

Dachten die etwa, sie könnten mich so einfach abschütteln? Dich nicht jetzt, wo der Traum erst so richtig interessant wurde.
Das machte Spaß! Das machte so was von Spaß.
(S. 86 / 87)

Inhalt:

Liv hat eigentlich genug um die Ohren: Mit ihrer Schwester Mia, dem Kindermädchen Lottie und ihrer Mutter reist sie durch die Welt. Immer wieder ein anderes Land, eine andere Schule, neue Menschen. Dieses Jahr verschlägt es die Familie nach London. Doch da muß sich Liv nicht nur in das neue Umfeld einfügen: Sie hat dazu auch noch seltsame Träume mit einigen Jungs aus ihrer Schule. Und diese wissen – in der realen Welt – Dinge, die in ihren Träumen passiert sind. Das kann doch gar nicht sein … oder?

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechung:

+ Cover: Das ist mal wieder ein Buch bei dem es mir auf keinen Fall reichen würde es als eBook zu besitzen (normalerweise lese ich mittlerweile fast nur noch eBooks). Das Buch ist optisch so schön, dass man es auf jedenfall als Hardcover besitzen muß. Ein Schmuckstück für’s Bücherregal!

+ Unterhaltsamer Schreibstil: Die Autorin Kerstin Gier punktet auch bei diesem Buch mal wieder dick mit ihrem unterhaltsamen, überaus witzigen und durch und durch sympathischem Schreibstil. Man fühlt sich direkt wohl, wenn man das Buch beginnt zu lesen und das hält die Autorin recht konstant durch.

+ Sympathische Charaktere: Olivia – kurz Liv – ist sicher teilweise ein kindlich-mädchenhafter Charakter. Und ja, das Buch ist teilweise recht zuckerwattehaft-kitschig-süß, aber es passt. Liv kann man mit ihrer temperamentvollen und vorwitzigen Art eigentlich nur mögen und so macht es natürlich auch Spaß sie auf ihren „Abenteuern“ zu begleiten, auch wenn sie manchmal etwas naiv ist und einen doch dazu bringt die Augen zu verdrehen. Aber das Highlight war für mich Liv’s Schwester Mia. Sie habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Ein wirklich toller Nebencharakter, denn Mia ist einfach witzig und bringt einen immer wieder zum Schmunzeln!

+/- Die Handlung: Der Anfang war toll! Und auch als es in die Traumwelt ging, war ich noch begeistert von dem Konzept des neuen Jugendbuchs von Kerstin Gier. Bezaubernd! So hätte es weitergehen können – ging es aber leider (ernüchternderweise) nicht. Ab einem gewissen Punkt entwickelt sich die Geschichte in eine Richtung bei der ich leicht sprachlos da stand und mir dachte „Wie bitte?“. Ich verstand nicht was das sollte und hätte mir einfach gewünscht es hätte sich mehr um Erlebnisse in der Traumwelt gedreht als diese Richtung einzuschlagen.

– Die Liebesgeschichte: Auch in diesem Buch bahnt sich eine Liebesgeschichte an. Diese fand ich etwas reizlos und konnte kein Knistern zwischen den Seiten spüren. Keine richtige Anziehung zwischen Liv und demjenigen, den sie da so anhimmelt. Allgemein fand ich die männlichen Charaktere bisher etwas blaß, einfallslos und anfangs hatte ich auch so meine Mühe sie auseinander zu halten (alle blond und überirdisch schön).

– Weder spannend noch mysteriös: Während die Edelstein-Triologie doch eine spannende Geschichte im Hintergrund hatte, so blieb hier diese Spannung recht flach gehalten. Obwohl Liv ja immer wieder ankündigt wie sehr sie Rätsel liebt, gab es kaum wirkliche Rätsel oder spannende Momente.

FAZIT
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Ich hatte mich sehr auf das erste Buch der Träume gefreut, aber so richtig umgehauen hat es mich leider nicht. Ich hoffe, dass Fr. Gier im zweiten Band noch eine Schippe drauf legt und sich steigert! Trotz einiger Schwächen vergebe ich dennoch 3,5 Sterne, weil ich das Buch insgesamt sehr gerne gelesen habe - was u.a. an Kerstin Giers sympathischem und unterhaltsamen Schreibstil liegt.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Silber – Das erste Buch der Träume”
Autorin: Kerstin Gier
Verlag: Fischer FJB
ISBN: 978-3841421050
416 Seiten

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Oh schön, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat und stimmt – man muss dieses Buch einfach im Hardcover besitzten weil es sooo schön ist und man soviel darauf entdecken hat *hach*
    Ich hatte zwar die gleichen Probleme wie du, aber ich bin mir sicher, dass in den Folgebänden noch mehr Spannung, Geheimnisse und Tiefgang kommt… so wie wir es von Gier gewöhnt sind. :)
    LG

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    • Huhu Tina,

      ja, das war doch mal wieder ein tolles Buch, auch wenn es ein paar Mängel hatte. Die Fortsetzung ist auf jedenfall schon auf meinem Wunschzettel :D Ich denke auch, dass es ein vielversprechender Start in die neue Buchreihe von Kerstin Gier war :)

      LG
      Monika

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      • Hy,
        ich lese auch gleich weiter, sobald das Buch draußen ist, aber denke bis dahin müssen wir noch waaarten. Hatte bei der Edelsteintrilogie den Luxus alle drei gleich hintereinander lesen zu können, aber hier diese Warterei wird zäh ;(
        LG

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        • Huhu Tina,

          ich bin v.a. mal gespannt wie präsent meine Erinnerung an den ersten Band im Juni nächsten Jahres noch ist – damit habe ich z.Zt. manchmal so meine Probleme (das Alter? *g*). Aber den ersten Band zu lesen, dazu kann ich mich dann auch nicht mehr aufraffen xD

          Manchmal ist es wirklich von Vorteil, wenn man alle Bücher in einem Rutsch lesen kann!

          LG
          Monika

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          • Hi,
            ich denke nicht, dass wir soviel vergessen werden… war ja nicht soo kompliziert, denke ich. Außerdem werden ja die wichtigsten Dinge eh wieder erwähnt und zusammen gefasst, also mach ich mir da keine Sorgen :)
            Nö – den würde ich auch kein zweites Mal lesen.. weiß auch nicht, fehlte doch etwas zum Vergleich zur Edelsteintrilogie.
            LG

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            • Da geb ich Dir allerdings recht – viele tiefe Gedankengänge, etc. gab es bei diesem Buch wirklich nicht. Der Einstieg in den zweiten Band sollte also recht leicht fallen – auch wenn der noch weit entfernt ist ;)

              Hoffen wir mal, dass sich die Reihe dann steigert und nicht auf dem durchschnittlichen (dennoch unterhaltsamen) Niveau stagniert…

              LG
              Monika

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  2. Grüß Dich, Monika.
    Auffallend bleibt für mich, daß nicht die wenigsten Reihen mit – sagen wir – „Handlungsverzögerer“ versehen scheinen. Kam mir bei Deinen Eindrücken wieder in den Sinn, als Du vom verheißungslosen Schwenk in der Story geschrieben hast. Möchte man/frau Autoren eigentlich nicht unterstellen, weil wir ja daran glauben, daß sie uns eine Geschichte zu erzählen haben.
    Aber ich bleibe gespannt, ob ich hier vielleicht nur unke. immerhin steht das Potential des zweiten Romans noch an. :-)

    Blasse Schönlinge in blond und kohortenstärke also; kein Wunder, daß Dir der Überblick versagt. Erinnert einen an den „Typ hinter dem Typ mit der Knarre“ (Humphrey Bogarts Charakterisierung seiner ersten Filmrollen) – an den kann sich auch keiner erinnern.
    :-)

    bonté

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    • Hach ja, wäre doch langweilig, wenn in einem Buch schon alles gesagt wäre und es von Seite zu Seite durchaus handlungsreich und spannend wäre, oder? *Ironie off*

      Im Juni nächsten Jahres wissen wir mehr über den zweiten Band. Ich bin wirklich gespannt, ob dann eine Steigerung stattfindet – oder eben nicht.

      Ist doch nervig, wenn die Charaktere so blaß bleiben, oder? Ich mag es nicht, wenn ich keinen Überblick habe ;)

      LG
      Monika

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