„Rachekind“ von Janet Clark

RachekindSpannend und gruselig, aber zugleich auch etwas zu abgefahren

>> Wie im Film<<, sagte er ehrfürchtig. >>Viel schlimmer.<< Hanna schlang ihre Arme um Lilou. >>Im Film ist nach eineinhalb Stunden alles ausgestanden.<< (Kindle Pos. 3846-3847)

Inhalt:

Hanna führt ein glückliches Leben mit ihrer einjährigen Tochter Lilou und ihrem Mann Steve – bis dieser plötzlich spurlos verschwindet. Hanna ist davon überzeugt, dass es etwas Schlimmes passiert sein muß, aber niemand will ihr glauben. Und seitdem Verschwinden von Steve, ist auch Lilou sehr verändert – was steckt dahinter? Und wo vor allem steckt Steve?

Die Buch-Abrechnung:

+ Spannung: Gekonnt legt die Autorin Janet Clark diverse Fährten, um den Leser in die Irre zu führen. Natürlich bekommt man immer wieder Hinweise – durchschauen konnte ich dieses Rätsel jedoch nicht. Es hat fast bis zum Ende gedauert bis das Puzzle gelöst war und somit das Bild einen Sinn ergab.

+ Nette Protagonistin: Hanna ist recht sympathisch. Ich mochte sie direkt von Anfang an und so fällt es auch nicht schwer mit ihr zu leiden und nach Antworten zu suchen.

+ Tagebucheinträge eines Unbekannten: Immer wieder gibt Sequenzen aus einem Tagebuch aus der Sicht eines Unbekannten in dem furchtbare Dinge aus einem Waisenheim erzählt werden. Man weiß nicht wer dahinter steckt und es verwirrt einen zusätzlich zur eigentlichen Geschichte.

+/- Nichts für schwache Nerven: Gerade die oben genannten Tagebucheinträge sind manchmal wirklich nichts für Zartbesaitete. Manche Stellen sind wirklich eklig und grausam.

– Zu abgefahren: Manche werden den Aspekt mögen, dass die Handlung teilweise ins Mystische abdriftet. Mir war das zu abgefahren, ich mag es lieber realistisch. Für mich wurde die Geschichte unglaubhaft je mehr sie sich in die esoterische Ecke entwickelte.

– Teilweise schwache Handlungsstränge: Der Showdown war für mich viel zu übertrieben. Ein bißchen weniger Tamtam hätte es auch getan. Dafür hätte ich mir gewünscht, dass andere Handlungsstränge besser ausgebaut gewesen wären (z.B. wird einmal erwähnt, dass die Polizei nun den Fall mit Steves Verschwinden ernst nimmt – und dann hört man im ganzen Buch plötzlich nichts mehr von der Polizei?).

FAZIT
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Ich habe das Buch auf jedenfall gerne gelesen und wollte immer wissen wie es weiter bzw. ausgeht. Janet Clark hat ein tolles Verwirrspiel geschaffen - jedoch leider dafür etwas den Realismus und die einzelnen Handlungsstränge aus den Augen verloren. Dennoch bin ich gespannt auf andere Bücher von ihr und kann dieses Buch weiter empfehlen, wenn man nicht zu schwache Nerven hat!

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Rachekind”
Autorin: Janet Clark
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3453409279
512 Seiten

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Guten Morgen,

    ich bin durch dein Kommentar bei Favola auf dich gestoßen und habe mich soeben in dein Design und deine Rezensionen verliebt…
    ich finde deine „Buchabrechnung“ richtig klasse :)
    Ich komme also wieder *muhahahaha*

    Liebe Grüße
    julia

    Antworten

    • Hallo Julia,

      danke für Deinen Besuch :) Ich hab Deinen schönen Blog auch direkt mal in meine Leseliste eingefügt.

      Die Buch-Abrechnung habe ich vor einer Weile eingeführt, weil ich zum einen strukturierter an Rezensionen rangehen wollte, zum anderen weil ich so auch einige Tage, Wochen später noch eine Rezension zu Stande bringen (also Zeitmangel … manchmal komme ich nicht direkt zum Rezensieren). Und auch weil ich keine weichgespülten Rezensionen schreibe. Ich rechne ab – und diese Rechnung kann positiv, aber auch negativ sein. Je nachdem wie das Buch eben war ;)

      LG
      Monika

      Antworten

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