„One Perfect Summer“ von Paige Toon

One Perfect SummerDieses Buch ist wie ein Autounfall…

…but as he glances up his dark eyes momentarily meet mine. POW! I know how crazy this sounds, but it feels like my heart has just leapt out of my chest and slammed into him. (S. 7)

Alice und Joe haben den Sommer ihres Leben. Sie verlieben sich und sind sicher: Das ist die große Liebe und nicht nur ein Urlaubs-Flirt. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden und so steht die 18jährige Alice am Ende dieses Sommers mit einem gebrochenen Herzen da. Sie fängt ihr Studium in Cambridge an und muß ins Leben zurückfinden – ohne Joe. Als sie Lukas kennenlernt, fängt sie langsam wieder an ihr Herz zu öffnen…

Als großer Paige-Toon-Fan mußte ich dieses Buch direkt zum Erscheinen kaufen. Ich habe mich so sehr darauf gefreut. Und dann kam DAS…!

Ich kann weder von Alice noch von ihren beiden Freunden Joe und Lukas sagen, dass ich sie irgendwie mochte. Ich kann sie nicht verstehen. Erst mal ging alles viel zu schnell – was man ja schon am obigen Zitat sieht. Bereits auf S. 7 ist die Rede von der großen Liebe. Ist es gut rübergebracht, mag das ja ok sein. Aber hier war es einfach überzogen. Die Autorin Paige Toon konnte hier keine Emotionen transportieren – genau das was ihre Bücher doch eigentlich ausmacht.

Dann ist da die Rede von DEM Sommer, den die beiden haben, und wie schön doch alles war. Schön?! Na ja, wenn man es schön nennen kann, dass (ich denke nicht, dass ich damit spoiler) Joes Eltern ihn misshandeln und auch nicht gerade nett gegenüber Alice sind. Alice Eltern sind auch nicht gerade für die Beziehung, etc. – irgendwie stelle ich mir einen idyllischen Sommer anders vor.

So, als dann das Joe-Kapitel abgeschlossen war, lernt Alice irgendwann Lukas kennen. Lukas ist Deutscher – und hier bedient Paige Toon Klischees bei denen man, wenn man als Deutscher das Buch liest, nur den Kopf schütteln kann. Darüber könnte man ja noch hinweg sehen. Aber der Kerl ist auch noch derart unsympathisch!! Ich konnte ja überhaupt nicht verstehen was Alice an ihm findet. Und dauernd habe ich mich gefragt warum sie sich nicht von ihm trennt, warum sie sich so von Lukas unterbuttern lässt. So wurde auch noch mein Bild von Alice immer negativer…

Das Ende ist auch nicht der Bringer. Aber ehrlich gesagt war mir das bei dem Buch dann eigentlich auch egal…

FAZIT
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Dieses Buch ist wie ein Autounfall. Entsetzt habe ich mit angesehen was Paige Toon hier fabriziert hat. Ich hoffe das war ein einmaliger Ausrutscher. Von Lucy in the Sky oder Pictures of Lily bin ich hin und weg. Chasing Daisy konnte mich auch begeistern und Johnny Be Good sowie Baby Be Mine waren zwar nicht ganz so gut, aber dennoch recht unterhaltsam. Aber dieses Buch? Enttäuschend.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “One Perfect Summer”
Autorin: Paige Toon
Verlag: Simon & Schuster UK
ISBN: 978-1849831284
458 Seiten
Veröffentlichung: 10. Mai 2012

Kommentare (9) Schreibe einen Kommentar

  1. Oh, muss bestimmt schrecklich sein, wenn ein Autor seines Vertrauens, nicht überzeugen kann. Da bleibt nur zu hoffen, dass es ein Einzelfall ist. So wie du das Buch beschreibst, würde es mir auch nicht gefallen. Schöne Rezension.

    Liebe Grüße, Diti

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    • Ja, ich hoffe wirklich, dass mir das nächste Buch meiner Lieblingsautorin wieder besser gefällt. Und oh Wunder: Ich scheine ausnahmeweise mal nicht die Einzige sein, der das Buch nicht gefallen hat (sonst meckere ich ja oft während den anderen das Buch gefällt).

      LG
      Monika

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  2. Ich habe das Buch gerade eben fertig gelesen und bin gar nicht deiner Meinung. Erstmals verstehe ich nicht, wie du „Johnny be good“ oder „Baby be mine“ als „nicht ganz so gut“ betiteln kannst…diese Bücher waren einfach atemberaubend und fesselnd.

    Ja die Story zwischen Alice und Joe ging sehr schnell voran aber das finde ich nicht schlecht. Im Gegenteil: ich finde Bücher anstrengend, die ewig brauchen, bis sie endlich spannend werden. Dieses hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Und als junger Mensch (18 Jahre) verliebt man sich einfach sehr schnell – wer kennt das denn nicht?

    Trotzdem kann ich deine Enttäuschung irgendwie nachvollziehen, selbst wenn ich deine Meinung ganz und gar nicht teile.

    Ich liebe dieses Buch genau wie alle anderen von ihr und finde keines besser oder schlechter – sie sind alle inspirierend und entführen einen in eine ganz andere Welt. Ich kann es jedem nur wärmstens empfehlen :)

    Schönen Tag wünsch ich Dir und hoffe, dass deine Enttäuschung vielleicht mit ihrem nächsten Buch wettgemacht werden kann ;-)

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    • Na ja, ich bezeichne „Johnny Be Good“ und „Baby Be Mine“ als nicht ganz so gut, weil mir Paige Toons andere Bücher besser gefallen haben. So ist das doch nun mal in der Buchwelt und dieser Blog spiegelt meine Meinung wieder – da jeder einen anderen Geschmack hat, sage ich ja auch nicht, dass meine Meinung universell auf alle zutrifft. Aber so ist eben mein Empfinden – und da es mein Blog ist, findet man hier nun mal meine Meinung ;) Die Rezensionen zu diesen Büchern sind ja auch hier im Blog (http://www.buchtastisch.de/du-bist-mein-stern-von-paige-toon.html und http://www.buchtastisch.de/baby-be-mine-von-paige-toon.html), da sieht man auch meine Begründung warum ich halt „nur“ 4 Sterne für diese beiden Bücher vergeben habe.

      Für mich war es ja auch kein Hauptkritikpunkt, dass Alice und Joe sich so schnell verlieben. Das war ein Nebeneffekt. Vielmehr hat es mich gestört, dass (für mich!) die Emotionen dabei nicht rüberkamen und es mich nicht berühren konnte.

      Im großen und ganzen scheine ich mit meiner negativ angehauchten Meinung ausnahmsweise mal nicht ganz alleine da zu stehen. Und normalerweise empfehle ich auch liebend gerne Paige-Toon-Bücher. Dieses hat mir aber eben nicht wirklich gefallen…

      Liebe Grüße und noch einen schönen Abend
      Monika

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  3. Wie wir befürchtet haben, Moni :-( Ich bin echt froh, dass ich das Buch nicht mehr geholt habe und zugleich sehr traurig weil Paige Toon immer zu meinen Lieblingsautoren gezählt hat. Sehr schade!

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    • Hm, wenn Du aber mal beim britischen Amazon schaust, siehst Du gaaaanz viele positive Rezensionen zu dem Buch. Da frage ich mich schon, ob ich das selbe gelesen habe xD Die Begeisterung um dieses Buch kann ich nicht verstehen. Und ich kann mir auch nicht so ganz vorstellen, dass es Dir gefallen würde… Wirklich schade, denn Paige Toon kann es doch eigentlich!

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      • Man sieht halt einfach daran ganz schön, wie unterschiedlich Geschmäcker sind! Sie hat ein paar für mich tolle Bücher geschrieben und zuletzt stark nachgelassen. Nach „Baby be mine“ habe ich nicht mehr blind gekauft, hoffe aber noch immer, dass es neue Bücher von ihr geben wird, die mich wieder genauso faszinieren wie die Bücher um Lilly, Daisy und Lucy :-)

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        • Ich gebe auch nicht auf und hoffe nun auf „The Longest Holiday“ – das Buch soll im Mai 2013 erscheinen (und der Klappentext klingt schon mal nicht schlecht). „One Perfect Christmas“, die kurze Fortsetzung zu „One Perfect Summer“ werde ich mir sehr sicher nicht gönnen xD Also hoffen wir das Beste, dass wir wirklich wieder mehr Bücher wie die um Lilly, Daisy und Lucy bekommen :)

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  4. Pingback: Buchtastisch » Lese-Rückblick Mai 2012

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