„Inescapable“ von Amy A. Bartol

Inescapable (The Premonition, #1)Ich kann die Euphorie und den Hype um das Buch nicht verstehen…

„Who are ya?“ he asks me. I’m taken aback. That is the second time tonight someone has questioned who I am. „I’m just a girl,“ I say, somewhat defensively. (S. 37)

Die 17jährige Genevieve Claremont – genannt „Evie“ – ist neu am College in Crestwood. Sie findet schnell Anschluß, freundet sich mit Freddie, Buns, Brownie und Russell an. Zu Russell fühlt sie sich auch angezogen – und er sich offensichtlich auch zu ihr. Alles könnte so schön sein – wäre da nicht der mysteriöse Reed, der Evie unbedingt will, dass Evie Crestwood wieder verlässt. Aber warum? Sie kennen sich doch gar nicht! Evie hat immer wiederkehrende Alpträume und dazu verändert sie sich auch noch selbst: Was geht in ihrem Leben vor?

Hmmm. „Inescapable“ ist für mich schwer zu bewerten. Vielleicht bin ich nach den euphorischen Lobpreisungen der amerikanischen Rezensionen mit zu hohen Erwartungen an das Buch rangegangen.

Die Protagonistin Evie war für mich nicht wirklich sympathisch. Sie ist eine von der Sorte, die gutaussehende Jungs anhimmeln. Reed benimmt sich anfangs sehr abweisend gegenüber Evie und hat auch ansonsten einige abschreckende Eigenschaften (so kann er z.B. mit seiner Stimme anderen Befehle gegen ihren Willen erteilen) – und sie himmelt seinen tollen Körper an. Ähm ja, alles klar! Gääääähn…

Auch diese Dreiecksgeschichte Russel, Reed und Evie. Sie will einfach irgendwie beide. Die Autorin liefert dafür zwar Erklärungen warum Evie beide haben will. Dennoch hat es mich gestört, dass Evie mal auf den einen abfuhr und sich dann doch auch wieder dem anderen nicht so recht entziehen konnte. Dazu waren die sogenannten Erklärungen der Autorin für mich an den Haaren herbeigezogen. Ok, es mag das Weltbild sein, das sie in ihrem Buch geschaffen hat. Für mich war es aber zu unerklärt. Es wurden manche Dinge einfach so in den Raum gestellt und dass Evie diese auch nicht hinterfragt hat, machte es nicht besser.

Dann auch noch das Ende – OH MEIN GOTT. Das ging gar nicht. Ich möchte nicht spoilern. Aber das was da mit Russell passiert ist – nee, da ich einfach nur die Augen verdrehen (mehr werde ich dazu nicht verraten).

Ich fand es ganz interessant wie sich Evie anfangs entwickelt und man nicht weiß was dahinter steckt (zumindest wenn man sich durch andere Rezensionen – gerade im amerikanischen – nicht spoilern lässt). Das war zumindest nett – aber auch hier habe ich Kritikpunkte: Die Autorin macht Evie zu etwas was es so in ihrem Buch-Weltbild noch nicht gegeben hat. Einfach so und auch ohne besondere Erklärung warum Evie die Erste ist, die so ist. Für mich einfach nicht überzeugend.

Immerhin lässt sich das Buch ganz gut lesen (wenn man mal von Russells furchtbarem Akzent absieht), aber es hat teilweise seine Längen. Wem der erste Band gefallen hat, der kann direkt mit dem 2. Band „Intuition“ weiter machen – für mich ist die Reihe nach dem ersten Band beendet, da mich das Buch nicht überzeugen konnte.

FAZIT
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Das Buch hatte zu viele Momente in den ich die Augen verdrehen wollte. Dazu sind es zu viele Tatsachen vor die man gestellt wird. Sicher hat man in Fantasy-Romanen die Freiheit Welten zu erschaffen. Diese Welt konnte mich einfach nicht überzeugen. 2,5 Sterne - der allgemeinen Euphorie und dem Hype um dieses Buch kann ich mich leider nicht anschliessen.

 

Die Reihe:

Inescapable (The Premonition, #1)Intuition (The Premonition, #2)Indebted (The Premonition, #3)Incendiary (The Premonition, #4)Iniquity (The Premonition, #5)

1. Band: „Inescapable“ (aktuelle Rezension)
2. Band: “Inuition“
3. Band: „Indebted“
4. Band: „Incendiary“
5. Band: „Iniquity“, Erscheinungsdatum unbekannt

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: „Inescpable“
Autorin: Amy A. Bartol
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
ISBN: 978-1461072515
392 Seiten

Kommentare (8) Schreibe einen Kommentar

  1. Salut, Monika.
    Amerikanische Kritiken geraten schnell auf die Überholspur. Ein Nonplusultra wird da ausgiebig anbeizitiert. Kenne ich von der Filmwarte aus zur Genüge. Läßt sich dann aber süffisant zitieren. :-)

    bonté

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    • Oh ja, habe gerade wieder so ein „Phänomen“ gelesen („Hopeless“) quasi nur 5-Sterne-Rezensionen bei den Amerikanern. Für mich so nicht nachvollziehbar xD Rezi folgt irgendwann demnächst ;)

      LG
      Monika

      Antworten

    • Danke! Ich hoffe Dein Weihnachtsfest war auch schön? :) …und wenn wir dabei sind auch noch gleich einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  2. Oh gut – nicht dass ich es gut finde, dass das Buch so schlecht war… naja, eigentlich schon irgendwie. Habe nämlich den ersten Teil mal irgendwo gratis als ebook bekommen und erst vor kurzem gelöscht, weil ich mir gedacht habe, dass ist doch nichts für mich.. und wie ich jetzt lese, habe ich mich richtig entschieden! Gut so ;)

    Wünsche dir Frohe Weihnachten und ein schönes, besinnliches Fest mit einem braven Christkind ;)

    lg Tina

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    • Hehe, dann bin ich ja beruhigt, dass Du mir nicht schlechte Bücher wünschst *g*

      Ich weiß auch nicht. Viele (Amerikaner…) scheinen „Inescapable“ ja zu lieben. Sehr merkwürdig. Normalerweise neige ich ja dazu jmd. zu raten es doch selbst anzulesen, aber dieses Buch fand ich leider nicht wirklich empfehlenswert…

      Ich hoffe Du hattest auch ein schönes Weihnachtsfest? Meines war auf jedenfall sehr schön und ein Buch gab es sogar auch (den 2. Infernal-Devices / Chroniken-der-Schattenjäger-Teil von Cassandra Clare).

      LG
      Monika

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  3. Ich kann dir zustimmen. Das Buch hat mir auch nicht gefallen. Der Anfang war zwar recht gut und die Begegnung von Reed und Evie fand ich super. Doch das mit der Seelenverwanschaft und Dreierkonstellation hat mich total genervt. Ganz zu schweigen, dass zum Schluss hin plötzlich alle Flügel haben und paranormale Geschöpfe sind. Das hat der Story dann doch den Rest gegeben. In den zweiten Band habe ich reingelesen und es wird leider nur noch schlimmer. Also gute Entscheidung von dir es komplett zu lassen. LG

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    • Jap, anfangs war ich auch noch recht zuversichtlich – aber je weiter es ging desto frustrierender wurde es :-/

      Gut zu wissen, dass es sich nicht lohnt weiter zu lesen.

      Aber schon spannend, dass so viele dieses Buch loben. Ich hab’s nicht verstanden. Und schön, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine da stehe :)

      LG
      Monika

      Antworten

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