Ich fürchte mich nicht (Shatter Me, #1)Potenzial wäre da gewesen – aber so nur 2,5 Sterne…

She’s a walking a walking weapon in society, is what the teachers said. We’ve never seen anything like it, is what the doctors said. She should be removed from your home, is what the police officers said.

No problem at all, is what my parents said.

(S. 44 in der Original-Version “Shatter Me”)

Die 17jährige Juliette wird in der Gesellschaft wie eine Ausgestossene behandelt: Sie muß in einer Zelle leben, isoliert von der Außenwelt. Weil ihre Berührung tödlich ist. Doch dann treten zwei Männer in ihr einsames Leben: Warner, der Machthaber, der Juliette als Waffe benutzen will, und Adam, ein Soldat dieser Regierung – doch steht er wirklich auf Seiten der Regierung oder kann Juliette ihm vertrauen?

Auf “Shatter Me” (ich habe das Buch im Original gelesen) / “Ich fürchte mich nicht” habe ich mich gefreut. Der Inhalt klang vielversprechend. Und dieses Buch war auch definitiv anders: Es ist aus Juliettes Ich-Perspektive geschildert – soweit nichts besonderes. Aber hervor sticht v.a. der etwas gewöhnungsbedürftige Schreibstil: Immer wieder stösst man auf durchgestrichene Sätze (Gedanken, die Juliette nicht zulassen will). Auf Wörter, Satzteile, die mehrfach wiederholt werden (so spricht Juliette z.B. wenn sie aufgeregt ist). Und auf Metaphern und Vergleiche. Insgesamt fand ich diesen Schreibtstil zwar positiv, aber definitiv übertrieben. Hier wäre etwas weniger einfach mehr und eindrucksvoller gewesen. Ich fand diese Elementen übertrieben eingesetzt und damit hat die Autorin ihre Wirkung verspielt.

Als ich begonnen habe das Buch zu lesen, hätte ich am liebsten wieder abgebrochen. Ich kann gar nicht wirklich beschreiben woran das lag. Ich habe einen regelrechten Widerwillen verspürt weiterzulesen – habe aber dann dennoch durchgehalten und es wurde in der Tat etwas besser. Dennoch muß ich sagen, dass es für mich Passagen gab, die ich gerne und interessiert gelesen habe, aber auch Passagen, die ich gerne überflogen hätte. Insgesamt kann ich sagen, dass der Charakter Adam für mich leider realtiv langweilig war (die Szenen mit seinem Bruder waren allerdings wirklich gelungen!), wohingegen die Passagen mit dem Anti-Held Warner wesentlich mehr Potenzial boten. Auch wenn er kein Sympathieträger ist, so habe ich hier dennoch den Drang verspürt weiterzulesen.

Am Ende läuft alles ein bißchen in die Richtung X-Men. Hier hätte ich mir eine bessere Ausarbeitung gewünscht. Aber vielleicht wird das im zweiten Band ja besser. Am 02.10. erscheint die Novelle “Destroy Me” (also ein Zwischenstück zwischen dem 1. und 2. Band), mit dem 2. Band “Unravel Me” soll es dann am 05. Februar 2013 weitergehen. Ob ich weiterlesen werde, weiß ich noch nicht.

FAZIT
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In diesem Buch steckt definitiv Potenzial und dem einen mag es besser gefallen, dem anderen - wie mir - eben nicht so. Ganz schlecht war es nicht, aber für mich ein zu übertriebener Schreibstil, ein Charakter, der mich nicht überzeugen konnte (Adam), und teilweise einfach zu uninteressant. 2,5 Sterne dafür von mir.

 

Allgemeine Buchinformationen:

  • Titel: “Ich fürchte mich nicht”
  • Originaltitel: “Shatter Me”
  • Autorin: Tahereh Mafi
  • Verlag: Goldmann
  • ISBN: 978-3442313013
  • 320 Seiten
  • Veröffentlichung: 23. Juli 2012