„Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

Gone Girl - Das perfekte OpferDurchwachsen und nicht so gut wie es der Hype verspricht

Man sagt immer, dass Kinder aus Trennungsfamilien es schwer haben, aber Kinder aus Wunderehen haben ihre ganz eigenen Probleme. (S. 43)

Inhalt:

In Nicks und Amys Ehe kriselt es – und an ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy dann auch noch spurlos. Schnell richten sich die Ermittlungen gegen Nick selbst. Und die Hinweise sprechen Bände – oder?

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Nichts ist wie es scheint: Geschickt lenkt die Autorin Gillian Flynn die Ereignisse in die von ihr gewünschte Richtung – um nach einer Weile das Gelesene wieder in Frage zu stellen. Wenn man denkt man weiß woran man ist, dann sollte man sich da mal nicht so sicher sein. Gillian Flynn weiß es einen an der Nase herumzuführen.

+ Der Mittelteil: Zur Mitte des Buches wird es interessant. Es gibt spannende Wendungen, die zwar teilweise erahnt werden können – aber manchmal auch unverhofft kommen. Ich habe die Story gerne verfolgt und wollte wissen wer welche Motive hat und woran Schuld ist.

+ Perspektivenwechsel: Das Buch ist schildert in abwechselnden Kapitel die Geschichte aus Nicks und Amys Sicht. Das hat mir sehr gut gefallen, da man so verschiedene Einblicke bekommt. Es führt zu Verwirrungen und fördert die Spannung.

– Die Protagonisten: Amy und Nick waren mir beide leider recht unsympathisch und so konnte ich keinen Kontakt zu beiden (und ihren abgefahrenen Gedanken) bekommen. Besonders Amy hatte teilweise recht langweilige Züge bei denen man nicht so in Detail hätte gehen müssen. Außerdem konnte man dadurch, dass beide so extrem unsympathisch waren, leider kein Mitleid empfinden – weder mit Nick, noch mit Amy.

– Zäher Start: Der Anfang war für mich leider nicht gelungen. Er ist viel zu ausschweifend und erzählt von Amys und Nicks bisherigem Leben. Das war leider so gar nicht spannend sondern eher ziemlich öde. Viel lieber hätte ich mehr darüber erfahren was mit der verschwundenen Amy passiert ist.

– Zu viele Abschweifungen: Wie gerade geschildert, ist der Start des Buches zu zäh. Und das zieht sich leider auch stellenweise durch den weiteren Verlauf des Buches. Hier hätte doch einiges weg gekürzt werden können ohne dass die Story ansich in Mitleidenschaft gezogen worden wäre. Für mich war dieser Thriller viiiel zu ausschweifend und hätte mit weniger Seiten deutlich knackiger und interessanter sein können.

FAZIT
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Dieser Thriller wird sehr gehypt. Das Buch sei unvergleichbar, etc. - aber ganz ehrlich? Für mich war es maximal ein durchschnittlicher Thriller. Da hab ich schon bessere gelesen. Nicht schlecht, aber vom Hocker gehauen hat mich dieses Buch nun mal auch definitiv nicht. Solide 3 Sterne.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: „Gone Girl – Das perfekte Opfer“
Autorin: Gillian Flynn
Verlag: Fischer Scherz
ISBN: 978-3502102229
576 Seiten

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Hey. Schade, dass dir das Buch nicht ganz so gefallen hat! Mich hat das Buch begeistert. Die von dir negativ bewerteten Punkte kann ich aber durchaus verstehen. Nick und Amy waren mir auch beide nicht wirklich sympathisch aber ich finde, dass das auch nicht unbedingt so sein muss. Ich glaube wenn ich eine Person sympathischer gefunden hätte als die andere, wäre meine Meinung über den Täter auch nicht so hin und her geschwankt. So stand auch ich die ganze Zeit zwischen den beiden, unsicher wem ich trauen sollte.
    Liebe Grüße
    Charly

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    • Ich bin ja froh, dass es auch Personen gibt, die von dem Buch begeistert sind – bei dem Hype wäre es ja schlimm, wenn es jedem so gehen würde wie mir ;)

      Ich denke auch, dass es nicht sein muß, dass man Nick und Amy mag. Aber bei mir hat weder die Geschichte noch die emotionale Bindung so richtig funktioniert – und ich finde eines von beiden ist ein ausschlaggebender Faktor, dass einen ein Buch begeistern kann. So ist es für mich nur ein durchschnittliches Buch geblieben. Was ja aber auch nicht ganz so schlecht ist ;)

      LG
      Monika

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  2. Hallo Monika.
    Ironisch könnte man/frau annehmen, daß sich Verlage regelmäßig einen Titel aussuchen, der die hohe Weihe einer ordentlichen Kampagne erhält. Viel Lob, viel Ehr. Gelegentlich kann das Werk den hymnischen Chorälen dann nicht so wirklich entsprechen.
    Aber ein lesbarer Thriller – immerhin.
    :-)

    Die etablierte Buchmesse steht ja an und so habe ich mir den Samstag für einen Besuch ausgewählt. Mehr der Bloggerinnen wegen. Aber Sina Beerwald werde ich auf jeden Fall aufsuchen; in Stuttgart und Göppingen hatte ich ja nie ihr aktuelles Buch zur Hand.
    bonté

    Antworten

  3. Hallo :)

    Ja, lesbar war das Buch. Zwar etwas zäh, aber stellenweise ganz in Ordnung. Ist ja auch schon mal was. Da hätte sich der Verlag lieber ein anderes Buch zur Lobpreisung ausgesucht – aber vermutlich haben sie sich gedacht was in Amerika klappt, wird auch bei uns klappen. Tja, nur die deutschen Reviews sind nun mal eher durchwachsen (ich stehe mal nicht alleine mit meiner Meinung da! *g*).

    Auf der Buchmesse war ich nicht, dafür gab es diese Woche einen Kurztrip nach Polen (deshalb komme ich auch erst heute dazu zu antworten) – alles geht eben nicht. Ich war aber eh noch nie auf der Buchmesse, also weiß ich nicht direkt was mir entgeht. Aber die Bilder von den vielen Büchern sind schon immer sehr hübsch :)

    Zu Sina Beerwald wäre ich auch gerne gegangen. Ihr Buch „Hypnose“ mochte ich wirklich sehr gerne (mehr habe ich bisher nicht von ihr gelesen).

    LG
    Monika

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