„Die letzte Wahrheit“ von Kimberly McCreight

Die letzte WahrheitSpannend – aber leider nur teilweise gut umgesetzt

„Ihre Tochter Amelia.“ Der Detective hockte jetzt neben ihr. „Sie ist vom Dach gefallen, Mrs Baron. Bedauerlicherweise hat sie – den Sturz nicht überlebt. Es tut mir leid, Mrs Baron. Ihre Tochter Amelia ist tot.“ (S. 32)

Inhalt:

Die 15jährige Amelia hat Selbstmord begangen. Damit hat ihre alleinerziehende Mutter Kate, die Anwältin ist, zu kämpfen. Bis sie eine SMS bekommt, dass Amelia gar nicht vom Dach ihrer Schule gesprungen ist. Kate macht sich auf die Suche wer hinter dem Tod ihrer Tochter steckt und muß einige Dinge verkraften von denen sie nichts wußte…

Die Buch-Abrechnung:

+ Spannend: Es gibt immer wieder neue Wendungen in dem Buch zu entdecken, die teilweise vorhersehbar, aber oft auch unvorhersehbar sind. Dadurch ist „Die letzte Wahrheit“ ein Buch bei dem man auf jedenfall wissen will wie es weitergeht und das sich nur schwer aus der Hand legen lässt.

+ Die Auflösung: Das Ende war nicht – wie es doch so oft vorkommt – an den Haaren herbeigezogen. Das hat mir gefallen. Insgesamt war die Auflösung recht gut, auch wenn es am Ende teilweise etwas schnell und Knall auf Fall geht.

+ Die Nebencharaktere: Die Autorin Kimberly McCreight hat das Buch mit vielen Charakteren ausgestattet, jedoch ohne dass es zu komplex oder unübersichtlich wird. Diese Charaktere haben alle einen Beitrag in der Geschichte – in Amelias Geschichte. Dies wurde gut eingearbeitet und zeigt letzten Endes wie eines zum anderen führt. Manche Handlungsstränge haben mir besser gefallen, manche nicht so gut. Insgesamt war dieser Aspekt der vielfältigen Personen und dadurch Twistmöglichkeiten im Plot gut (wenn auch nicht überragend).

+/- Die Blogposts, Mails und SMS: Insgesamt eine nette Idee, die Kapitel durch Blogposts, Mails, Facebook- und SMS-Nachrichten aufzulockern. Eigentlich mag ich sowas sogar. Hier ist es aber nicht so richtig gut gelungen. Insgesamt hat sich da wenig getan oder es war einfach langweilig und nicht interessant zu lesen. Es kam mir eher wie ein Lückenfüller vor um weitere Seiten zu füllen. Schade, denn eigentlich ist das ein Element aus dem sich richtig was machen lässt – aber nur wenn es entsprechend eingesetzt wird.

+/- Amelias Perspektive: Irgendwie wurde ich nicht richtig mit den Kapiteln aus Amelias Sichtweise warm. Sobald sie am Zug war, hab ich immer gehofft, dass es kein allzu langes Kapitel ist. Auch wenn Amelia teilweise ein nettes Mädchen war, so war sie auch naiv und hat manchmal richtig bescheuerte Entscheidungen getroffen. Diese waren aber zumindest nicht komplett unrealistisch. Auch wenn man sie so ein manches Mal gerne durchgeschüttelt hätte, muß man bedenken, dass dies die Sichtweise eines Teenagers ist. Deshalb will ich Amelias Perspektive nicht ganz abwerten, aber insgesamt habe ich die Entwicklung der Ereignisse lieber aus der Sicht ihrer Mutter Kate verfolgt.

FAZIT
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Eine spannende Geschichte, die in meinen Augen noch etwas unter der Umsetzung der Autorin leidet. Aber insgesamt auf jedenfall ein gutes und empfehlenswertes Buch! Dafür gibt es von mir 3,5 Sterne.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Die letzte Wahrheit”
Autorin: Kimberly McCreight
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3442313518
480 Seiten

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Grüß Dich, Monika.
    Der Tod des eigenen Kindes ist ein Tiefschlag ersten Ausmaßes; da die Mutter sich auf die Suche nach Antworten macht, ist der Roman mehr Drama oder „Krimi“?
    Schade dabei, daß just Amelias Einblicke zum Überblättern reizen. Immerhin liegt hier doch das Potenzial der Story verankert.
    Böser Unfall, Mord? Wichtiger erscheint wohl hierbei der Weg dorthin.

    bonté

    Antworten

    • Ja, so ein richtiger Thriller ist das ganze nicht – wie Du so schön geschrieben hast eher eine Mischung aus Drama, Verzweiflung und Krimi.

      Und leider ist der Weg zum Ende etwas holprig – na ja, zumindest war er es für mich, weil ich Amelias Perspektive nicht mochte.

      Na ja, ganz schlecht war’s ja glücklicherweise nicht :)

      LG
      Monika

      Antworten

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