„Dead Ever After“ von Charlaine Harris

Dead Ever After (Sookie Stackhouse, #13)E-N-T-T-Ä-U-S-C-H-E-N-D … oder auch kurz: Flop!

The love we’d had for each other lay broken irreparably. It bled out somewhere on my back doorstep. (S. 129)

Dies ist der 13. Band der “Sookie Stackhouse”-Reihe. Die Rezension beinhaltet Spoiler zu den Vorgängerbänden. Das Fazit ist jedoch spoilerfrei und kann auch gelesen werden, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Inhalt:

Arlene taucht wieder im Merlotte’s auf und will am liebsten ihren alten Job zurück. Sookie hat jedoch noch weitere Probleme: Ihre Beziehung mit Eric läuft mehr schlecht als recht – und dann wird sie auch noch aufgrund eines Mordes als Tatverdächtige festgenommen…

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Alles hat ein Ende: Leider hat Charlaine Harris bei dem letzten Band schon stark nachgelassen (allg. wurden die Bücher dieser Reihe in der letzten Zeit immer schlechter). Nach diesem Abschlußband, kann man nur froh sein, dass die Reihe nun zu Ende ist (wobei es ja doch noch nicht so ganz zu Ende ist, Ende Oktober erscheint „After Dead: What Came Next in the World of Sookie Stackhouse“.

+ Es gibt eine Lösung: Ob man diese nun mag oder nicht – die Autorin Charlaine Harris präsentiert uns für die aufgeworfenen Fragen eine Lösung.

– Lieblos: Man hat das Gefühl als werden die über so viele Bänden entwickelten Charaktere lieblos den Hunden zum Fraß vorgeworfen. Also bitte, was sollte das? Hier hat deutlich der Respekt gefehlt. Es war ein bißchen wie wenn man einem Autounfall zuschaut. Man ist entsetzt und kann doch nicht wegschauen bei dem was da passiert.

– Kapitel aus unbekannter Sicht: Gerade am Anfang gibt, aber auch im weiteren Verlauf gibt es Kapitel, die nicht aus Sookies Sicht sondern aus der Sicht von unbekannten Figuren geschildert ist. Während ich die Sookie-Bücher sonst immer zumindest leicht zu lesen fand, hat mich das doch sehr aus dem Lesefluß geworfen. Was das sollte, habe ich bis heute nicht verstanden. Es wird dadurch auch keine mysteriöse Spannung oder dergleichen aufgebaut.

– Das Ende: Ich bin noch nicht mal ein Fan von Happy-End-Büchern (ich hab auch nichts dagegen, aber ich brauche auch nicht unbedingt ein Happy End), also kann ich normalerweise auch sehr gut mit einem individuellen Ende nach Vorstellung des Autors leben während andere doch mal Probleme damit haben. Doch das?!?! Nein, das ging beim besten Willen nicht. Ich werde nicht spoilern – wer sich genauer informieren will (oder darüber diskutieren will), kann mich gerne über die Kommentarfunktion kontaktieren (und Spoiler bitte aus Respekt gegenüber den anderen dann entsprechend kennzeichnen!).

FAZIT
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Ich weiß nicht was sich die Autorin bei diesem Abschlußband gedacht hat. Sie schreibt zwar sie hatte so ihre eigene Idee von Anfang an im Kopf und hat diese durchgezogen - aber ernsthaft: Warum hat bringt sie es dann Knall auf Fall statt in den Vorgängerbänden mal drauf hin zu arbeiten? Ich verstehe es nicht und bin einfach nur enttäuscht über diesen bitteren Abschluß.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Dead Ever After”
Autorin: Charlaine Harris
Verlag: Ace Trade
ISBN: 978-0425267660
338 Seiten

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe zwar nicht ein Buch der Reihe gelesen, mag aber die Serie True Blood sehr gerne (obwohl auch die mit der Zeit nachlässt). Beide besitzen laut hörensagen ja paralellen, scheinen sich aber (wie gewohnt) zu unterscheiden. Vor kurzem kam mir auch schon der Gedanke die Reihe im Buchformat zu probieren. Hab mich aufgund der negativen Entwicklungen aber ersteinmal zurückgehalten. Ja und leider hab ich mich (zumindest was Sookies entgültige männliche Wahl betrifft) spoilern lassen. Das hat mir schon gar nicht gefallen. Sehr Schade, das solch vielversprechende Reihen sich nicht bis zum Schluss halten können. Sollte ich es dennoch wagen und schaust du True Blood eigentlich auch?

    LG
    Sandi

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    • Huhu liebe Sandi,

      schön, dass Du hier wieder vorbeischaust :) Ich schaue True Blood auch, fand die vierte Staffel aber irgendwie recht abgedreht und enttäuschend – vermutlich werde ich mir die fünfte Staffel dennoch anschauen.

      Ich empfand immer beides als toll: Die Bücher sind eine eigene Welt und die Serie ist sehr anders (trotz Parallelen), aber dennoch auch top. Oft ist man ja von Verfilmungen enttäuscht, wenn sie sich nicht an die „Vorlage“ halten. Hier wurden bewußt zwei unterschiedliche Serien mit ähnlichen Grundelementen geschaffen und beides auf hohem Niveau.

      Du siehst also, ich habe die Bücher (v.a. die ersten) sehr gerne gelesen und kann sie auch wirklich weiter empfehlen, weil es anders als die Serie ist. Einen Versuch ist es auf jedenfall wert :)

      Das Ende ist dann wirklich enttäuschend. Ich habe auch mit sowas gerechnet nachdem so viele enttäuschte Rezensionen im Netz aufgetaucht sind. Verständnis hab ich für dieses Ende dennoch nicht *seufz* Aber bis dahin war es wirklich recht gut!

      LG
      Monika

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  2. Hallo Monika.
    Immer wieder niedlich zu beobachten, wenn Renditedenken über den Sinn des Menschen für gute Geschichten siegt. Mit Erreichen des zweiten Teils einer Reihe wird von maßgeblichen Stellen der Griff zum Wasser für den Wein optioniert. Mit Fortdauer der Dehnübung mag es dann auch genügen, wenn eine Flasche Wein neben dem puren Wasser stand.
    Schwer zu glauben für so manchen Macher, aber Bücher – gute, lesbare Bücher – sind kein Fließbandprodukt.

    Wünsch‘ Dir einen richtig süperben Roman für den Herbst!

    bonté

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    • Tja, und die Hoffnung stirbt zuletzt :D Man hat es den letzten Bänden ja schon angemerkt, dass es bergab geht (mit der Reihe) – aber irgendwie hatte ich dennoch die Hoffnung, dass das Finale wenigstens toll wird. Nun ja. Seifenblase geplatzt. Nächstes Buch nehmen und nicht mehr groß drüber nachdenken ;)

      Mal schauen was der Herbst so bringt. Lassen wir uns überraschen :)

      LG
      Monika

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