„Das Verstummen der Krähe (Kristina-Mahlo-Reihe)“ von Sabine Kornbichler

Das Verstummen der KräheRätselspaß mit liebenswürdigen Charakteren

„Ich arbeite im Auftrag der Toten und nicht als Geschenktante für ungeduldige Erben.“ (S. 36)

Inhalt:

Kristina Mahlo ist Nachlassverwalterin. Und sie hat ihren bisher ungewöhnlichsten Fall erhalten: Sie soll das Erbe einer wohlvermögenden Frau an deren fünf beste Freunde verteilen, wenn keiner von ihnen in den Mord, für den ihr Mann verurteilt wurde, beteiligt war. Kristina ist geneigt diese verrückte Testamentsvollstreckung abzulehnen. Doch dann erhält sie genau durch dieses Testament einen Hinweis auf ihren seit Jahren verschwunden Bruder Ben…

Die Buch-Abrechnung:

+ Interessante Konstellation: Eine Nachlassverwalterin, die in einem Kriminalfall ermittelt? Das ist doch mal was anderes. Zumal es auch glaubwürdig erscheint, dass ein Nachlassverwalter für die Toten weiter ermitteln. Diese Konstellation fand ich im Dschungel der ermittelnden Kommissare, etc. erfrischend. Und auch der Fall ist direkt zu Beginn interessant – v.a. da zuerst ja keine Parallele zwischen dem verschwundenen Bruder Ben und dem Mord gibt.

+ Spannende Geschichte: Die Unschuld der potentiellen Erben zu beweisen, ist leichter gesagt als getan. Diese denken natürlich nur an das Geld und wollen zu einem schnellen Abschluß kommen, während Kristina Mahlo samt Familie und Freunde in den Fall mit reingezogen wird. Sicher stellt man Vermutungen an wer welche Motive haben könnte und hat Tendenzen, dennoch konnte ich es bis kurz vor der Auflösung nicht so ganz durchschauen, ob nun unter den fünf potentiellen Erben ein Mörder ist. Auch die Verwicklung mit Kristinas verschwundenem Bruder ist gut eingeflochten und bietet weiteren „Rätselspaß“. Insgesamt hätte es evtl. noch eine Idee spannender / verzwickter sein können – aber das Gesamtbild war auf jedenfall stimmig.

+ Der Schreibstil: Sabine Kornbichler hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Der komplette Roman liest sich flüssig, die Orte sind schön beschrieben ohne dass es ausschweifend wird. So schafft die Autorin ein gutes Bild von Kristinas Umfeld ohne den Leser dabei zu langweilen.

+ Tolle Charaktere: Gerade die Protagonistin Kristina Mahlo hat mir sehr gut gefallen. Sie ist mir sehr sympathisch und auch ihre kleinen Liebeswirrungen am Rande der Hauptgeschichte haben gut in das Gesamtbild reingepasst. Ebenso sind ihre Freunde und Familie eigenständige Charaktere, die sich absolut liebenswürdig in die Geschichte einfügen. Hier wurden übrigens gegen Ende nicht alle Neben-Handlungsstränge gelöst – was allerdings logisch ist, da „Das Verstummen der Krähe“ der Auftakt-Roman der Kristina-Mahlo-Reihe ist. Und ich freue mich schon auf weitere Geschichten rund um die Nachlassverwalterin Kristina!

FAZIT
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Ein toller Auftakt. Eine überaus sympathische Protagonistin, eine originelle Konstellation und dazu noch ein spannender Fall - davon möchte ich gerne mehr lesen. Dieses Buch erhält auf jedenfall eine Lese-Empfehlung von mir.

 

Allgemeine Buchinformationen:

Titel: “Das Verstummen der Krähe”
Autorin: Sabine Kornbichler
Verlag: Piper Taschenbuch
ISBN: 978-3492302036
432 Seiten

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