„Wie Monde so silbern“ von Marissa Meyer

Wie Monde so silbern (Luna-Chroniken, #1)Märchen goes Sciene-Fiction!

Wieder sah Cinder zum lauernden Mond hoch und hatte plötzlich eine Gänsehaut. Der Mond hatte sie schon immer beunruhigt, als würden seine Bewohner sie von dort oben beobachten. Vielleicht würde sie sie auf sich aufmerksam machen, wenn sie den Mond zu lange anstarrte. Unsinniger Aberglaube, aber andererseits war an Lunariern alles unheimlich und hatte mit Aberglauben zu tun. (S. 47)

Inhalt:

126 Jahre nach dem 4. Weltkrieg: Cinder lebt mit ihrer Stiefmutter und ihren beiden Stiefschwestern in Neu-Peking, der Hauptstadt des asiatischen Staatenbunds. Dort arbeitet sie auf dem Markt als Mechanikerin und ist anders als die meisten, denn sie ist ein Cyborg. Eines Tages kommt Prinz Kai an ihren Marktstand und will, dass Cinder seine alte Androidin repariert. Warum braucht er ihre Hilfe? Und bald überschlagen sich auch schon die Ereignisse: Die blaue Pest, eine tödliche Krankheit, die die Menschheit seit 12 Jahren bedroht, wird zu einer konkreten Gefahr in Neu-Peking und Cinders Umfeld…

Buch-Trailer:

 

Die Buch-Abrechnung:

+ Überraschend tolles Setting: Ich hatte mich nicht so genau darüber informiert, um was es in dem Buch geht. Und so war ich erstmal überrascht, dass das Buch eine Sciene-Fiction-Adaption des Cinderella-Märchen-Klassikers ist. Das Setting ist toll gewählt und v.a. auch ausgearbeitet. Das Weltenbild zeigt sich stimmig und so fand ich es recht bald faszinierend in Cinders so andere Welt abzutauchen. Weiterlesen

„Die letzte Wahrheit“ von Kimberly McCreight

Die letzte WahrheitSpannend – aber leider nur teilweise gut umgesetzt

„Ihre Tochter Amelia.“ Der Detective hockte jetzt neben ihr. „Sie ist vom Dach gefallen, Mrs Baron. Bedauerlicherweise hat sie – den Sturz nicht überlebt. Es tut mir leid, Mrs Baron. Ihre Tochter Amelia ist tot.“ (S. 32)

Inhalt:

Die 15jährige Amelia hat Selbstmord begangen. Damit hat ihre alleinerziehende Mutter Kate, die Anwältin ist, zu kämpfen. Bis sie eine SMS bekommt, dass Amelia gar nicht vom Dach ihrer Schule gesprungen ist. Kate macht sich auf die Suche wer hinter dem Tod ihrer Tochter steckt und muß einige Dinge verkraften von denen sie nichts wußte…

Die Buch-Abrechnung:

+ Spannend: Es gibt immer wieder neue Wendungen in dem Buch zu entdecken, die teilweise vorhersehbar, aber oft auch unvorhersehbar sind. Dadurch ist „Die letzte Wahrheit“ ein Buch bei dem man auf jedenfall wissen will wie es weitergeht und das sich nur schwer aus der Hand legen lässt. Weiterlesen

„Das Verstummen der Krähe (Kristina-Mahlo-Reihe)“ von Sabine Kornbichler

Das Verstummen der KräheRätselspaß mit liebenswürdigen Charakteren

„Ich arbeite im Auftrag der Toten und nicht als Geschenktante für ungeduldige Erben.“ (S. 36)

Inhalt:

Kristina Mahlo ist Nachlassverwalterin. Und sie hat ihren bisher ungewöhnlichsten Fall erhalten: Sie soll das Erbe einer wohlvermögenden Frau an deren fünf beste Freunde verteilen, wenn keiner von ihnen in den Mord, für den ihr Mann verurteilt wurde, beteiligt war. Kristina ist geneigt diese verrückte Testamentsvollstreckung abzulehnen. Doch dann erhält sie genau durch dieses Testament einen Hinweis auf ihren seit Jahren verschwunden Bruder Ben…

Die Buch-Abrechnung:

+ Interessante Konstellation: Eine Nachlassverwalterin, die in einem Kriminalfall ermittelt? Das ist doch mal was anderes. Zumal es auch glaubwürdig erscheint, dass ein Nachlassverwalter für die Toten weiter ermitteln. Diese Konstellation fand ich im Dschungel der ermittelnden Kommissare, etc. erfrischend. Und auch der Fall ist direkt zu Beginn interessant – v.a. da zuerst ja keine Parallele zwischen dem verschwundenen Bruder Ben und dem Mord gibt. Weiterlesen

„Chroniken der Schattenjäger 3: Clockwork Princess“ von Cassandra Clare

Clockwork Princess (Die Chroniken der Schattenjäger, #3)Packendes Finale!

Wie war es möglich, dass drei Menschen, die einander so viel bedeuteten, sich gegenseitig so viel Kummer bereiteten? (S. 187)

 

Dies ist der 3. Band der “Chroniken der Schattenjäger”-Reihe. Die Rezension beinhaltet Spoiler zu den Vorgängerbänden. Das Fazit ist jedoch spoilerfrei und kann auch gelesen werden, wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Inhalt:

Die Hochzeitsvorbereitungen von Tessa und Jem sind in vollem Gange. Doch im Hintergrund lauert schon Mortmain, der die Schattenjäger endgültig vernichten will – dazu fehlt ihm allerdings noch Tessa. Die hat jedoch Jem und Will, die alles für sie tun würden…

Die Buch-Abrechnung:

+ Wie immer mitreissend: Auch der dritte und finale Band der „Chroniken der Schattenjäger“-Reihe entführt einen sofort in die wunderbare Welt der Schattenjäger im London des 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zum 2. Band kam ich dieses Mal auch gut in die Story rein, obwohl es ein Dreivierteljahr her ist, dass ich den Vorgängerband gelesen habe. Weiterlesen

„Tanz auf Glas“ von Ka Hancock

Tanz auf GlasHach, irgendwie schade…

„Lucy, jede Ehe ist ein Tanz – mal kompliziert, mal wunderschön, meistens wenig aufregend. Aber mit Mickey werden Sie manchmal auf Glasscherben tanzen.“ (S. 152)

Inhalt:

Als die 21jährige Lucy sich in Mickey verliebt, entscheidet sie sich für eine folgenschwere Zukunft. Denn Mickey leidet nur einer bipolaren Störung. Doch die beiden sind auch nach Jahren über alles glücklich und sie überstehen selbst die schwere Zeit in der Lucy an Brustkrebs erkrankt. Lucy und Mickey führen keine gewöhnliche Ehe – aber sie sind überglücklich mit dem was sie haben. Bis eine unerwartete Wendung ihr Leben auf den Kopf stellt.

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Ansprechender Schreibstil und Perspektivenwechsel: Von Anfang an war mir Ka Hancocks Schreibstil sympathisch. Ich mochte ihre Art von dem Schicksal der beiden zu berichten. Es war nicht zu hochgestochen, nicht belehrend (obwohl es ja um Themen geht, in denen wohl die wenigsten Leser sich gut auskennen) sondern immer ansprechend. Das Buch ist übrigens sowohl aus Mickeys Perspektive (hervorgehoben durch kursive Schrift – so kann man auch nichts verwechseln) als auch aus Lucys Sicht geschrieben – wobei Mickeys Passagen eher kurze Tagebucheinträge (zu Beginn der Kapitel) sind und Lucys Sicht den Hauptteil der Geschichte ausmacht. Weiterlesen

„Das Licht zwischen den Meeren“ von M.L. Stedman

Das Licht zwischen den MeerenTolle Idee, aber viel zu langatmig und dadurch uninteressant

Es bereitete ihm Sorgen, dass er angefangen hatte, morgens die Ohren zu spitzen, ob die Kleine schon wach war, und sie, ohne nachzudenken, aus der Wiege nahm, wenn sie weinte. (S. 138)

Inhalt:

Das Ehepaar Tom und Isabel leben alleine auf einer kleinen Insel namens Janus Rock (im Western Australiens). Tom ist dort Leutturmwärter. Die beiden wünschen sich sehnlichst ein Kind – doch Isabel hat ständig Fehlgeburten. Als 1926 ein Boot angeschwemmt wird, trauen sie kaum ihren Augen: Darin befindet sich die Leiche eines Mannes und ein neugeborenes Kind! Sofort schließt Isabel das Baby in ihr Herz und überzeugt schließlich ihren Mann diesen Fund nicht zu melden. Die beiden nennen das Baby Lucy und geben es als ihr eigenes Kind aus – doch was die beiden nicht wissen: Auf dem Festland wird das kleine Baby vermisst…

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Interessantes Thema: Die Entscheidung, die Isabel und Tom treffen als die kleine Lucy als ihr eigenes Kind ausgeben, ist sehr weitreichend und hätte durchaus aus Potenzial gehabt. Was ist richtig, was ist falsch? Wie wird sich diese Entscheidung weiter entwickeln? Ich war gespannt wie der Konflikt sich weiterspinnt und welche Konsequenzen die betroffenen Personen zu tragen haben. Weiterlesen

„Gone Girl – Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

Gone Girl - Das perfekte OpferDurchwachsen und nicht so gut wie es der Hype verspricht

Man sagt immer, dass Kinder aus Trennungsfamilien es schwer haben, aber Kinder aus Wunderehen haben ihre ganz eigenen Probleme. (S. 43)

Inhalt:

In Nicks und Amys Ehe kriselt es – und an ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy dann auch noch spurlos. Schnell richten sich die Ermittlungen gegen Nick selbst. Und die Hinweise sprechen Bände – oder?

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Nichts ist wie es scheint: Geschickt lenkt die Autorin Gillian Flynn die Ereignisse in die von ihr gewünschte Richtung – um nach einer Weile das Gelesene wieder in Frage zu stellen. Wenn man denkt man weiß woran man ist, dann sollte man sich da mal nicht so sicher sein. Gillian Flynn weiß es einen an der Nase herumzuführen. Weiterlesen

„Die Therapie“ von Sebastian Fitzek

Die TherapieMehr erwartet…

„Hoffnung worauf? Darauf, dass Josy noch lebt oder dass ihr Leichnam gefunden wird?“ (Kindle Pos. 643-643)

Inhalt:

Die 12jährige Josy, Tochter des Psychiaters Viktor, verschwindet eines Tages – und es bleibt ungeklärt was passiert ist. Doch eines Tages taucht Anna bei Viktor auf, eine Frau, die unter Wahnvorstellungen leidet. Sie sieht immer wieder ein Mädchen namens Charlotte – Viktor beginnt eine Therapie mit ihr und muß sich mehr als einmal fragen, ob es Parallelen zwischen Charlotte und Josy gibt…

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Fesselnd: Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen. Im großen und ganzen war es spannend und ließ einen nicht los. Man weiß nicht so genau woran man ist und will fast immer wissen wie es weitergeht. Das ist natürlich ein fetter Pluspunkt. Auch wenn ich mich bei manch anderen Thrillern noch etwas mehr in den Bann gezogen gefühlt habe, ist „Die Therapie“ in diesem Punkt auch sehr erfolgreich und weiß den Leser zu binden. Weiterlesen

„Wunder“ von R.J. Palacio

WunderDas große WOW blieb leider aus…

Sie sagte Worte, von denen ich weiß, dass sie mir helfen sollten, aber Worte können mein Gesicht nicht verändern. (S. 77)

Inhalt:

August ist 10 Jahre alt und ein absoluter Außenseiter. Denn sein Gesicht ist anders, es ist entstellt. Nach zahlreichen Gesichts-OPs soll August, der zuvor von seiner Mutter unterrichtet wurde, im Alter von 10 Jahren zum ersten Mal in die Schule gehen. Und seine Angst ist groß. Denn August will nicht auffallen – doch wie werden seine neuen Mitschüler auf ihn reagieren?

Buch-Trailer:

Die Buch-Abrechnung:

+ Der Inhalt: Ich gebe es zu – ich hatte etwas Angst davor dieses Buch zu lesen. Ich dachte nach der Kurzbeschreibung, dass dieses Buch nichts für mich ist. Ein Kind, das ein entstelltes Gesicht hat. Ich fand es einfach nicht interessant. Überzeugt haben mich die vielen positiven Stimmen zu dem Buch und da ich gerade auf der Suche nach einem rührenden Buch war, wurde mir „Wunder“ besonders ans Herz gelegt. Ich sprang also über meinen Schatten und muß im nachhinein sagen, dass ich Augusts Geschichte wirklich gerne gelesen habe. Der 10jährige ist auch absolut sympathisch! Weiterlesen

„Zeitenzauber: Die goldene Brücke“ von Eva Völler

Die goldene Brücke (Zeitenzauber, #2)Stellenweise richtig langweilig

>>Du warst toll heute Nacht<<, murmelte Sebastiano mir ins Ohr. >>Habe ich dir schon gesagt, dass ich verrückt nach dir bin?<<
>>In diesem Jahrhundert noch nicht.<<
(S. 20)

Dies ist der 2. Band der Zeitenzauber-Reihe. Die Rezension beinhaltet Spoiler zum Vorgängerband. Das Fazit ist jedoch spoilerfrei und kann auch gelesen werden, wenn man den Vorgängerband nicht kennt.

Inhalt:

Anna soll ins Paris des 17. Jahrhundert – denn dort hängt ihr Freund Sebastiano fest. Dort angekommen, steht Anna allerdings vor einem „kleinen“ Problem: Sebastiano denkt er sei ein Musketier im 17. Jahrhundert und ist treu Kardinal Richelieu untergeben. Er kann sich weder an Anna noch an sein wirkliches Leben im 21. Jahrhundert erinnern!

Vorwort zu Rezension:

Bevor ich zu meiner eigentlichen Buch-Abrechnung komme, möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass ich bereits den ersten Band recht durchwachsen fand (ich habe dafür drei Sterne vergeben). Da ich aber Zeitreise-Romane recht gerne mag, wollte ich dieser Reihe nochmal eine Chance geben. Fans der Reihe sollten also nicht von meiner Rezension abgeschreckt sein, da bei mir schon beim ersten Band kein Funke übergesprungen ist.

Die Buch-Abrechnung:

+ Gut gelungener Übergang vom ersten zum zweiten Band: Ich habe mittlerweile oft ein Problem mit Fortsetzungen! Oft liegen die zwei Bücher zeitlich zu weit auseinander. Auch hier stammt der erste Band aus dem Jahr 2011, die Fortsetzung erschien 2013 – puh. Alleine dass ich mich dazu aufraffen kann die Fortsetzung zu lesen, wenn der erste Band nur noch schwach in Erinnerung ist, ist für mich manchmal eine Überwindung. Und wenn man es dann macht und nicht in die Fortsetzung reinfinden kann, weil der Autor von einem erwartet, dass alles aus dem ersten Band noch präsent im Kopf ist, kann das manchmal ganz schön frustrierend sein! Weiterlesen